Bootshaus im Klingerweg

Die Abteilung Kanu ist ein Teil des Großvereins SC DHfK Leipzig e.V. und hat ungefähr 310 Mitglieder.
Davon trainieren etwa 110 im Kinder und Jugendbereich und 20 im Junioren- / Leistungsklassebereich.

Leipzig ist seit 1991 Landes- und Bundeskaderstützpunkt für Kanu-Rennsport. Deshalb trainieren hier auch Sportler aus anderen sächsischen Vereinen.

Die Leistungskader des SC DHfK erpaddelten schon viele Erfolge, sowohl national als auch international.

Viele andere paddeln nur aus Spaß, sowohl im Rennboot als auch in Wanderbooten. Die Kanu-Wandergruppe trifft sich einmal in der Woche und führt mehrmals im Jahr Wanderfahrten durch, wobei die Freude am Paddeln im Vordergrund steht.

Aber nicht alle Mitglieder paddeln vorrangig. Es existieren auch Freizeitsportgruppen, die sich auf dem Sportplatz (Beachvolleyball, Fußball), im Fitnessraum oder Gymnastiksaal treffen, um gemeinsam und teilweise unter Anleitung trainieren und sich hinterher in der Sauna erholen.

Wenn Sie also Interesse daran haben, paddeln zu lernen, sich zu bewegen und mit Gleichgesinnten zu treffen, dann sollten Sie mal vorbeikommen.

 

Steine sind stumme Zeugen der Geschichte. An ihrer Stelle müssen die Menschen erzählen, was sich in den Mauern eines Hauses ereignet hat.

Nach einhundert Jahren wird im Bootshaus am Klingerweg immer noch und sehr erfolgreich Wassersport getrieben. Von den vielen Erneuerungsarbeiten, Um- und Neubauten der letzten fünfzehn Jahre können Viele berichten. Das Bootshaus hat aber eine viel längere Geschichte.

Errichtet wurde es als Heimstätte für den Ruderverein „Sturmvogel„. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren im Bootshaus weiter verschiedene Rudervereine beheimatet. Andere Sportarten kamen hinzu. Schließlich gelangte das Haus an den SC DHfK, einen der erfolgreichsten Sportklubs der DDR. Im Bootshaus trainierten Athleten der Sektionen Kanu, Rudern und Kanuslalom. Sie erreichten viele internationale Erfolge. Die Abteilung Kanu des SC DHfK e. V. versucht, diesen vielfältigen Traditionen gerecht zu werden.

In der verflossenen Jahren veränderte sich das Bootshaus und das umliegende Gelände mehrfach. Weitreichende Pläne wurden entworfen und wieder verworfen. Das Haus verfiel, wurde beschädigt und wiederhergerichtet, schließlich saniert.
Während von den sportlichen Erfolgen viele Menschen berichten können, bleibt das Haus stumm.
An seiner Stelle müssen wieder Menschen sprechen: wie sie das Haus bauten, pflegten, erneuerten und es nutzten.

Bootshaus und Sportler gehören zusammen.

Möge das Bootshaus eine Stätte des Sports und der Geselligkeit sein!

Michael Luda
Hans-Martin Moderow

[Auszug aus der Festschrift zum “100-jährigen des Bootshauses”]